Wer war Widukind?

Widukind

Unser Namensgeber Widukind – auch Wittekind – Führer der Sachsen gegen Karl den Großen, war einer der sächsischen Großen, ein Stammesfürst.

In dem ca. 30 Jahre dauernden Widerstand der Sachsen gegen Karl den Großen war er die führende Persönlichkeit. Letztendlich erkannte er, dass die Verluste seiner Sachsen zu groß waren, daß der Stamm ausblutete und die Sachsen der Übermacht Karls des Großen auf Dauer nicht standhalten konnten.

 

 

Der Sage nach sei Widukind in der Nähe von Bergkirchen über den Kamm des Wiehengebirges geritten und habe ein Zeichen Gottes erwartet, ob er den Glauben wechseln, sich dem militärisch überlegenen Karl dem Großen ergeben und damit den Krieg beenden solle. Da habe sein Pferd mit dem Huf an einen Felsen gestoßen und Quellwasser sei hervorgeschossen. Als Folge dieses Zeichens - des Quellwunders von Bergkirchen - habe Widukind sich für den Übertritt zum Christentum und die Unterwerfung unter Karl den Großen entschieden.

Widukind

Er beugte sich und ließ sich Weihnachten 785 von Karl dem Großen in Attigny an der Aisne taufen. Widukind erreichte mit seiner Taufe schließlich einen Friedensvertrag mit Karl dem Großen. Zugleich stärkte er die Stellung der sächsischen Oberschicht im Frankenreich. In der Folgezeit wurden sächsische Edelinge nach ihrer Taufe in die fränkische Grafschaftsverfassung einbezogen, so dass der Geschichtsschreiber Widukind vo Corvey bereits für das 9. Jahrhundert das Zusammenwachsen der Franken und Sachsen zu einem Volk feststellte.

Widukind soll sich mit den Seinen hier in Ostwestfalen in der Nähe von Enger niedergelassen und dort bis zu seinem Tod gelebt haben.